Katholische Pfarrei

St. Franziskus

Augsburg - Firnhaberau

Segnung Vortragefahnen

Segnung VortragefahnenSegnung Vortragefahnen Segnung der restaurierten Vortragefahnen an Pfingsten 2021 (Foto: Hans-Jürgen Leutenmayr)
Im Pfingstgottesdienst 2021 wurden die neu restaurierten Vortragefahnen durch unseren Pfarrer Michael Kratschmer gesegnet. Diese Fahnen waren 1950 ein Geschenk unserer Mutterpfarrei St. Pankratius in Lechhausen an die neu gegründete Pfarrei St. Franziskus. Siebzig Jahre waren an den Fahnen nicht spurlos vorüber gegangen. Auf maßgebliches Betreiben von Herrn Alois Pöbl,
MItglied des Pfarrgemeinderates, wurden die Fahnen restauriert und erstrahlen nun in neuem Glanz. Vielen Dank!

Hintergrundinformationen zu den Vortragefahnen von Christoph Leberle:

Lieber Herr Pfarrer, lieber Herr Diakon, liebe Ministranten, liebe Schwestern und Brüder!

Schön, dass wir heute in unserer Kirche St. Franziskus einen besonderen Tag feiern können. Nicht nur, weil heute Pfingstsonntag ist, sondern auch, weil unser Pfarrer Michael Kratschmer gerade unsere Prozessionsfahnen wieder gesegnet hat.

Die eine Fahne zeigt einen unserer Bistumspatrone, den heiligen Bischof Ulrich, auf der zweiten ist die Heilige Afra, eine frühchristliche Märtyrerin, zu sehen.

Das besondere für uns bei den beiden Prozessionsfahnen ist, dass sie ein Geschenk unserer Mutterpfarrei St. Pankratius waren.

Die damals junge Kirchengemeinde St. Franziskus war eine Exositur von St. Pankratius in Lechhausen. Das Kirchweihfest konnte im September 1929 gefeiert werden.

Der zuständige Pfarrer für uns war Pfarrer August Ritzl.
Seelsorgerisch betreut wurden wir in der Firnhaberau neben ihm auch von den Benefiziaten Kerker, später Biehler und Gomm

In St. Franziskus war es in den Anfängen, wie es auf unsere ganze Siedlung Firnhaberau zutraf.
Man war reich an Tatendrang und Muskelkraft, von reichlich finanziellen Mitteln konnte man nur träumen.
Umso besonderer ein so wertvolles Geschenk für den feierlichen Einzug des Altardienstes an Hochfesten oder auch für Prozessionen, wie Fronleichnam, zu bekommen. Erwiesen ist auch, dass die Fahnen älter sind als unsere Pfarrei.

Aus vielen Jahrzehnten in St. Franziskus können diese beiden Fahnen berichten.

Von der Erhebung zur eigenständigen Pfarrei im Jahr 1950.

Von Primizen in unserer Gemeinde.

Von Ministranten, denen sie beinahe aus den müden Händen gerutscht wären, bei den damals bekannt, ausgiebigen Fronleichnamsprozessionen mit Stadtpfarrer Martin Gomm.

Von sehr viel Weihrauch während der Hochämter.

Aber das alles hinterlässt Spuren. Das Gold der Fäden wurde matt die Quasten fransten aus, der Stoff war teilweise brüchig geworden, Nähte lösten sich. Die Kugeln an den Querstangen glänzten nicht mehr, und so weiter. Das Dasein im Schrank im Turm,der letzte Platz an dem sie waren.

Da kamen dann wenigstens einmal im Jahr die Kommunionkinder bei der Vorbereitung auf die heilige Kommunion vorbei, wenn sie auf unseren Kirchturm steigen durften.

Umso schöner, dass der Mann, der in St. Franziskus die Fahnen hisst, zu allen Hochfesten, Kommunionen, Firmungen, Alois Pöbl, sich auch unserer Prozessionsfahnen angenommen hat.

Diese schönen Fahnen dürfen nicht länger im Turm im Schrank bleiben und vielleicht in einigen Jahren mit einem „ach, da sind ja noch die alten Fahnen da“ dort belassen werden.

Die Bestandsaufnahme ergab, die Fahnen zur restaurieren ist möglich, der Kostenvoranschlag wurde in der Kirchenverwaltung diskutiert und beschlossen. Schließlich das Ja für die Restauration. Das Ergebnis der Arbeit sehen wir heute hier.

Für die Zukunft der beiden Fahnen wünsche ich mir und uns allen, dass sie wieder häufig genutzt werden, dass wir uns in Zukunft oft mit unseren Prozessionsfahnen zeigen können.

Und in diesem Zustand können wir getrost mit ihnen in acht Jahren auch 100 Jahre St. Franziskus feiern.

Ein frohes Pfingstfest Ihnen und Euch allen und bis hoffentlich ein zahlreiches Wiedersehen beim nächsten „Fahneneinsatz“


zu den Fotos









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