Katholische Pfarrei

St. Franziskus

Augsburg - Firnhaberau

Gedanken zur Predigt

Ein Blog unserer Geistlichen mit ihren Gedanken zur Predigt.

Ansprache zum Fest der Gottesmutter Maria am 01.01.2021
Msgr. Anton Schmid

Viele Neuigkeiten dringen Tag für Tag an unser Ohr. Die Medien bringen uns Nachrichten aus weiter Ferne ganz nahe. Menschen aus unserer Umgebung erzählen von diesem oder jenem Ereignis. Das Hören einer Botschaft dringt in unser Ohr und manchmal auch in unser Herz. Wir sind betroffen von schlechten Nachrichten wie Erdbeben oder Terrorakte, wir freuen uns über gute Nachrichten wie die Einigung im Brexisstreit oder den Beginn der Impfungen gegen die Corona-Pandemie.

Eine gute Botschaft haben auch die Hirten von Bethlehem vernommen. Sie eilen sofort nach Bethlehem, um das auch zu sehen, was sie gehört haben. Sie fanden Maria und Joseph und das Kind, das in der Krippe lag. Sie erzählten, was die Engel ihnen gesagt haben und priesen Gott. Maria bewahrte diese Worte in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Von Bethlehem aus erreichte diese Frohe Botschaft in zwei Jahrtausenden die ganze Welt. Aber ist sie auch lebendig in den Herzen der Menschen? Macht uns diese Botschaft innerlich froh? Erzähle ich diese Botschaft weiter wie damals die Hirten? Denke ich darüber nach wie Maria, die alles im Herzen bewahrte und innerlich erwog?

Maria ist die erste Jüngerin Jesu und ein Vorbild für alle Christen. Sie wurde von Gott seit Ewigkeit auserwählt, die Mutter des Gottessohnes zu sein. Gott brauchte sie, damit sein Sohn ein Mensch wurde wie wir. Dies bedenken wir täglich  im Gebet „Der Engel des Herrn“ mehrmals am Tag, wenn die Glocken läuten. Gott braucht auch uns, damit er heute in unsere Welt kommen kann. Er ruft auch uns an  in jeder Situation und an jedem Ort und bittet uns um die Antwort von Maria: „Mir geschehe nach deinem Wort.“ Dann kann er in uns und in unserer Welt Mensch werden. Darum heißt es weiter: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ In Maria haben sich Himmel und Erde verbunden und Gott ist ein Mensch geworden.

Liebe Christen!

Maria ist das schönste Beispiel für ein lebendiges christliches Leben. Blicken wir am Beginn eines neuen Jahres auf sie und ergreifen wir ihre Hand, die uns führt.

Wenn wir Brüder und Schwestern Christi sind, ist sie auch unsere Mutter. Unter ihrem Schutz und an ihrer Hand können wir ohne Angst in das neue Jahr hineingehen. Amen

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