Katholische Pfarrei

St. Franziskus

Augsburg - Firnhaberau

Gedanken zur Predigt

Ein Blog unserer Geistlichen mit ihren Gedanken zur Predigt.

Ansprache zum 3. Adventssonntag - 13.12.2020
Msgr. Anton Schmid

In dieser Woche, am 17. Dezember,  feiert unser Hl. Vater seinen 84. Geburtstag. Es ist bewundernswert, wie er in diesem hohen Alter noch die Verantwortung für die ganze Kirche wahrnimmt. Sicherlich hat er eine besondere Kraft, weil alle Christen für ihn beten und er von Gott dazu berufen ist. Sein Vertreter in Deutschland ist der Botschafter des Vatikans in Berlin, Nuntius Nicola Eterovic, der aus Jugoslawien stammt. Er steht in seiner Würde über den deutschen Bischöfen, da er den Papst vertritt.

In ähnlicher Weise ist Johannes der Täufer ein Botschafter für den Messias gewesen und hat das Volk Israel auf das Kommen des Messias vorbereitet. Er rief die Menschen zur Umkehr auf: „Ebnet den Weg für den Herrn, die Täler sollen aufgefüllt und die Berge abgetragen werden.“ Unter Tälern könnten wir die Unterlassungen des Guten verstehen, wie zum Beispiel im Gebet oder in der Nächstenliebe. Unter den Bergen, die wir abtragen müssen, könnten die Sünden und Fehler der Menschen gemeint sein. Darum ist der Advent eine Zeit der Umkehr und der Buße, was durch die Feier eines Bußgottesdienstes und das Sakrament der Beichte geschehen kann.

Die Pharisäer und Führer des Volkes fragten Johannes nach seiner Legitimation. „Wer hat dir das Recht gegeben, zu taufen und zu predigen?“ Er antwortete: „Ich bin nicht der Messias, ich bin nur eine Stimme, die ruft.“ Zu einer Stimme gehört ein geisterfülltes Wort, das einen Sinn und eine Bedeutung hat. Johannes  war die Stimme für das Wort Gottes, das seit Ewigkeit bei Gott war. Dieses Wort Gottes hat „Fleisch“ angenommen in Jesus Christus und hat unter uns gewohnt.“

Johannes erklärt weiter: „Ich taufe mit Wasser, aber es wird einer kommen, der mit Feuer und mit dem Hl. Geist tauft.“ Bei unserer Taufe wurden wir mit dem Geist Christi getauft und zu Söhnen und Töchtern Gottes erwählt.

„Ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren.“ Damit sagt Johannes etwas aus über die Würde und die Hoheit des Messias. Vor der heiligen Kommunion beten wir in jeder heiligen Messe: „Herr, in bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach.“ Es ist der ewige Sohn Gottes, den wir empfangen und sich selber zur Speise schenkt.

„Er legte Zeugnis ab für das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.“ Dies gilt auch für uns heute und die ganze Kirche. Wir sind nicht das Licht, wir sind nicht vollkommen, aber wir sollen durch unser Leben Zeugnis ablegen für das wahre Licht, für Jesus Christus. Er allein kann die Dunkelheit der Welt und des Lebens erhellen.

Noch letztes Wort von Johannes: „Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt, und der nach mir kommt.“ Er ist in unserer Mitte, wenn wir uns in seinem Namen versammeln. Er ist in allen Notleidenden und bittet uns um Hilfe. In Christus ist Gott selbst uns nahe gekommen, er hat unser Leben gelebt mit allen Höhen und Tiefen und es geheiligt. Er konnte sagen: „Wer mich sieht, sieht den Vater.“

Liebe Christen!

In den kommenden Tagen nimmt die Dunkelheit noch zu und ist ein Symbol für das Böse, für Krankheiten und alle Nöte, die uns bedrängen. Bitten wir Gott in diesen adventlichen Tagen um das Licht aus der Höhe und zünden selbst kleine Lichter an. Amen

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