Katholische Pfarrei

St. Franziskus

Augsburg - Firnhaberau

Gedanken zur Predigt

Ein Blog unserer Geistlichen mit ihren Gedanken zur Predigt.

Ansprache zum 4. Advent
Msgr. Anton Schmid

Unser BGZ ist fast fertig, wie Sie auch im neuen Pfarrbrief lesen können. Wir bekommen ein erneuertes und schönes Haus, wo sich Jung und Alt treffen und wo viele Feiern stattfinden können. Vor 40 Jahren haben wir den Neubau „Begegnungszentrum“(„BGZ“)genannt und der Name hat gehalten, was er versprochen hat.

Von einer schönen Begegnung haben wir auch im heutigen Evangelium gehört. Zwei schwangere Frauen, Maria und Elisabeth, begegnen einander und preisen die Güte und Barmherzigkeit Gottes. Die verwandte Elisabeth hat trotz ihres fortgeschrittenen Alters einen Sohn empfangen, Johannes den Täufer. Sie symbolisiert das Alte Testament, das auf den Erlöser wartete. Die junge Maria symbolisiert das Neue Testament und trägt den Erlöser in ihrem Leibe. Auch die beiden Kinder im Leibe ihrer Mütter begegnen einander zum ersten Male. Elisabeth spürte, wie Johannes in ihrem Leibe vor Freude hüpfte, und Elisabeth selber begrüßte Maria mit einem Lobpreis: „Du bist gesegnet unter allen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Selig bist du, weil du geglaubt hast, dass sich erfüllt, was der Herr dir durch den Engel Gabriel sagen ließ“.

Diese Szene bringt auch die Schönheit der Gastfreundschaft und einer achtungsvollen Begegnung zum Ausdruck. Im Glauben empfangen wir Christus, wenn wir einen Gast aufnehmen und ihm unsere Zeit schenken. Wo Menschen sich in Liebe begegnen, da ist Gott in der Mitte und Freude erfüllt alle.  Gerade in der Vorweihnachtszeit können wir Maria nachahmen, die ihre Verwandte Elisabeth besuchte. Wir können Alte und Kranke besuchen, und Menschen, die in Bedrängnis sind. Wir können auch Elisabeth nachahmen, die den Gast Maria aufnahm, als wäre es Gott selbst, und es war auch so. Aber auch unsere Herzenstüre sollen wir öffnen und Christus aufnehmen. Dies geschieht nicht im Lärm der Zeit, sondern in einer besinnlichen Stunde zuhause oder im Gottesdienst. Er wird uns reichlich beschenken, und seine Geschenke gehen tiefer und sind von Dauer.

Die beiden Mütter lehren uns noch etwas anderes, nämliche die Macht und Weisheit Gottes. An beiden Müttern hat Gott ein Wunder gewirkt und bewiesen, dass er auch Herr ist über die Naturgesetze. Dadurch ist Jesus nicht der Sohn Josephs, sondern der Sohn Gottes, der Menschengestalt angenommen hat. So ist auch Weihnachten ein großes Geheimnis und es ist richtig, dass es auf der ganzen Welt gefeiert wird. Auch wenn viele Äußerlichkeiten und Verkaufsstrategien damit verbunden sind, bleibt doch der Kern und der Ursprung immer der gleiche.  Solange die Welt besteht, wird im Christkind  Gott selbst verehrt werden.

Liebe Christen!

Auch Maria gebührt höchste Ehre, weil sie Gottes Sohn geboren hat und deshalb Gottesmutter genannt wird. Wir ehren sie in jedem Ave Maria und im Gebet „Der Engel des Herrn“ und bitten sie, für uns bei Gott einzutreten, „jetzt und in der Stunde unseres Todes“ Amen.

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